KV Oberallgäu-Kempten-Lindau

Interessengemeinschaft Russlanddeutsche

Startschuss für die deutschlandweite
„Interessengemeinschaft der Russlanddeutschen in der AfD“



PFORZHEIM. Am vergangenen Wochenende trafen sich Russlanddeutsche aus mehreren Bundesländern in Pforzheim, um die deutschlandweite „Interessengemeinschaft der Russlanddeutschen in der AfD“ zu gründen und über deren Grundsätze zu befinden. Gastgeber und Mitinitiator Waldemar Birkle, Pforzheimer AfD-Stadtrat und Direktkandidat für den Wahlkreis 279 Pforzheim, eröffnete die Versammlung und begrüßte die Anwesenden zur Geburtsstunde dieser Interessengemeinschaft. Außerdem freute er sich über hochkarätige Ehrengäste, darunter Prof. Jörg Meuthen, Bundesvorsitzender der AfD und Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, ferner Dr. Bernd Grimmer und Bernd Gögel, beide Mitglieder des baden-württembergischen Landtages, aus Pforzheim und dem Enzkreis.

Mit diesem Treffen, so Birkle, wolle er das Signal aussenden, dass es innerhalb der AfD eine starke und aktive Arbeitsgruppe der Russlanddeutschen gibt und diese somit die Wähler auch weiterhin für die Partei begeistern und Ihnen Zuversicht geben können, für ihre Belange einzutreten und für ihre Werte einzustehen. Birkle begrüße nach seiner Einführungsrede den AfD-Bundesprecher Prof. Jörg Meuthen als Gastredner.

Meuthen begrüßte die russlanddeutschen Vertreter unter begeistertem Applaus auf Russisch. Er ging zunächst auf den Wertekanon dieser meist konservativen Landsmannschaft ein. „Familie, Vaterland, Verteidigung und die friedliche Beziehung zwischen Deutschland und Russland waren den ‚Heimkehrern‘ immer wichtig. Vertreten fanden sie sich deshalb früher von der CDU. Nach der Sozialdemokratisierung der Union durch Angela Merkel und der Entwicklung einer deutschen Kuscheljustiz im links-grünen Parteiensumpf wanderten Ihre Landsleute deshalb natürlicherweise zur AfD, die seit ihrer Gründung für die Rechtsstaatlichkeit in unserer parlamentarischen Demokratie kämpft.“ Der Bundesvorsitzende ging auf die vorbildliche Integrationsleistung der Spätaussiedler nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in den 90er Jahren ein. Er grenzte danach die wertekonservative Zielsetzung des AfD-Grundsatzprogramms von der politischen Beliebigkeit bei den Altparteien, wie sie gerade in der Aufgabe zahlreicher bisheriger Grundsätze der CDU zum Ausdruck komme. Als verheerend und in jedem anderen Land unvorstellbar geiselte er das Skandieren von „Deutschland verrecke“ bei einer Demonstration, an der auch die grüne Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth teilnahm, ohne sich von dieser Parole zu distanzieren.

„Die Kartellparteien sind nicht mehr die würdigen Vertreter des Deutschen Volkes“, resümierte Meuthen am Ende seines Vortrags und erhielt tosenden Applaus.

Die Versammlung arbeitete diszipliniert und erfolgreich, so dass am Ende des Tages drei Sprecher der Interessengemeinschaft sowie neun Mitglieder des Arbeitskreises gewählt wurden.
Sprecher wurden Waldemar Birkle aus Pforzheim, Albert Breininger aus Germersheim, Lidia Bernhardt aus der Stadt Oldenburg.

In den Arbeitskreis wurden gewählt: Vadim Derksen aus Regensburg, Walter Schellenberg aus Kierpse, Dimitri Schulz aus Wiesbaden, Konstantin Sawin aus Alzey, Heinrich Weber aus Haitlingen, Anatoli Trenkenschu aus Celle, Elena Roon aus Nürnberg, Anton Mager aus Nürnberg, Otto Feist aus Wuppertal.