KV Oberallgäu-Kempten-Lindau

Themenabend in Niederstaufen



Gestern, am Dienstag, dem 17. April fand unser Kandidat zur Landatgswahl (Listenplatz 11) den Weg nach Niederstaufen um dort über zahlreiche Beispiele für die überbordende Bürokratie zu berichten. Der kurzweilige Vortrag ging bald in eine lebhafte Diskussion über, denn jeder der Anwesenden konnte etwas aus eigener Erfahrung oder zumindest aus dem seines Bekanntenkreises dazu Beitragen.

Die Beispiele zeigten eines ganz deutlich: betroffen ist der Mittelstand, die Stütze unserer Gesellschaft! Gastronomen, Einzelhandel, Handwerk, Landwirte, alle diejenigen, die in kleinen bis mittelständischen Familielbetrieben versuchen etwas auf die Beine zu stellen, denen werden Steine in Form von Verordnungen, Formularen und immer neuen Vorschriften in den Weg gelegt.

Aktuelles Beispiel ist die neue EU-Verordnung zur Acrylamid-Vermeidung.
Ziel des EU-Minimierungskonzepts ist es, durch optimierte Lebensmitteltechnologien bzw. Herstellungsverfahren die Acrylamid-Gehalte auf einen technisch realisierbaren minimalen Gehalt zu beschränken. Klingt erst einmal gut und richtig. Erkundigt man sich jedoch genauer, stellt man fest, dass die krebserregende Wirkung erstens noch nicht nachgewiesen ist und zum Zweiten, wie sollen all die kleinen Betriebe, egal ob der Bäcker von Nebenan, der noch keine Back-Rohlinge aus China bezieht, Gastwirte, die noch ohne Fertigprodukte kochen und lieber mit frischen Produkten aus der Region arbeiten, diese "optimierte Lebensmitteltechnologie" umsetzen? "Convenience", also in industriellen Betrieben Vorproduzierte 'Lebensmittel' sind jetzt schon stark auf dem Vormarsch, durch diese neue EU-Verordnung wird denen, die sich gegen eine solche industrielle Verarbeitung der Lebensmittel stemmen, das Leben und vor allem das Arbeiten ohne diese noch schwerer gemacht.

Ohne Frage - man muss darauf achten, dass möglichst wenig Giftstoffe in unseren Körper gelangen. Aber mal ehrlich - wie hat die Menschheit bisher ohne alle diese Verordnungen überhaupt überlebt?

Das was mit dieser überbordenden Regelwut aber sicher sterben wird sind der kleine Bäcker von nebenan mit dem Anspruch natürliches Brot mit eine reschen Kruste zu backen (vielleicht sogar noch im Holzofen - schrecklich!), der Koch, der frische Lebensmittel auf den Teller bringen möchte, die nicht nur im Hochleistungs-Kochgerät gedämpft wurden, sondern auch mal ein herzhaftes 'Tiroler Gröstl' mit frischen Kartoffeln aus der Region, die noch resch in der Pfanne brutzeln. Die Großindustrie - häufig sogar aus dem Ausland - ist der Profiteur.

Diese Regelwut aus der EU muss ein Ende haben. Der Bürokratismus erstickt unseren innovativen Mittelstand!

Zeit für die #AfD